Das genossenschaftliche Prinzip

  • In Deutschland gibt es über 7.500 Genossenschaften mit rund 20 Millionen Mitgliedern.
  • Genossenschaften sind heute in vielen Branchen anzutreffen: Edeka, Coop, Denic, Taz, Datev sowie die zahlreichen Volks- und Raiffeisenbanken sind nur einige Beispiele deutscher Unternehmen in der Rechtsform der eingetragemem Genossenschaft (kurz "eG").
  • Das genossenschaftliche Prinzip beruht auf der Idee "Hilfe zur Selbsthilfe".
  • Neben dem Grundatz der Selbsthilfe ist die (wirtschaftliche) Förderung der Mitglieder Kern des Genossenschaftsgedankens.
  • Bei Wohnungsgenossenschaften tragen die (späteren) Bewohner das erforderliche Eigenkapital gemeinsam zusammen, um Wohnungen zu errichten bzw. zu erwerben. Auch die laufenden Ausgaben, vor allem Zinsen und Tilgung der aufgenommenen Darlehen, werden von den Bewohnern solidarisch getragen.
  • Genossenschaftliches Wohnen ist also eine Mischform aus Eigentum und Miete: das so genannte „Miteigentum“.
  • Indem man eine festgelegte Anzahl an Anteilen erwirbt, wird man (Mit-) Eigentümer der Genossenschaft, die dann ihrerseits die Wohnungen ihren Mitgliedern zur lebenslangen Nutzung überlässt.
  • Anders als in anderen Rechtsformen haben in einer Genossenschaft alle stimmberechtigten Mitglieder gleiches Stimmrecht, unabhängig von der Höhe der eingezahlten Anteile. Das Durchsetzen von Interessen einzelner Personen ist somit nicht möglich, eine Einflussnahme von Außen wird stark erschwert, was vom Gesetzgeber auch so gewollt ist.
  • Dadurch ist die eingetragene Genossenschaft eine der langlebigsten und stabilsten Unternehmensformen überhaupt und wurde 2014 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
  • Neben dem Vorstand, der als gesetzlicher Vertreter der Genossenschaft beispielsweise Verträge abschließt und Rechtsgeschäfte eingeht, gibt es einen Aufsichtsrat, der den Vorstand ernennt und dessen Arbeit überwacht.
  • Der Aufsichtsrat wird von allen stimmberechtigten Mitgliedern der Genossenschaft, der so genannten Generalversammlung, gewählt und ist diesen über seine Arbeit rechenschaftspflichtig.

Weitere Informationen rund um Wohungsgenossenschaften gibt es auf den Internetseiten des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV).